Lauffreunde

Pfaffenwinkel

Samstag, September 23, 2017

Wo wir sonst noch aktiv waren

In den letzten Monaten waren einige von uns mal wieder bei verschiedenen Wettkämpfen dabei. Hier eine kurze Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Ganz oben steht hier natürlich, dass Andreas Maier am 27.5. Bayerischer Seniorenmeister über 1500m in der Alterklasse M40 geworden ist. Er brauchte nur 4:35,82 min, um durchs Ziel zu laufen. Allerdings fehlten ihm damit ganze 82 Hundertstel, um sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Nur einen Tag später wurde er 2. über 5000m in 18:37,75 min. Da verzeihen wir ihm gerade noch mal. dass er bei den Meisterschaften für den TSV Penzberg gestartet ist. Der Versuch eine Woche später die Quali für die Deutsche doch noch zu schaffen, schlug leider auch fehl.

Beim Karlsfelder Läufercup schaffte es Andreas schon wieder aufs Treppchen, Gesamtdritter in 1:07:18,87 Std (genauer geht es nicht). Dabei lief er 3000m in 10:13,96 min, 5000m in 18:08,58 min und 10000m in 38:56,33 min. Super, Burschi.

Claus absolvierte ein paar Triathlons: Mitteldistanz am 27.5. in Ingolstadt, Platz 48 von 77 in der AK50, 5:20:30 Std; Olympische am 2.7. am Tegernsee, Platz 13 in der AK mit 2:49:28 Std; und am 6.8. den Frankfurt City-Triathlon, Mitteldistanz mit 2-80-20. Hier trumpfte er mit einer Zeit von 4:46:02 Std auf, was Platz 255 im Gesamtklassement und Platz 31 in der AK bedeutete. Auch beim Münchner Firmenlauf (B2Run) am 13.7. war er dabei: 6km in 26:29,3 min bedeuteten Platz 1579 von ca. 30.000 Teilnehmern.

Paul startete am 17.6. beim Basetrail des Zugspitz-Ultra, 25km mit 1600 Höhenmetern. Am Ende blieb er knapp unter 5 Stunden, jedoch deutlich geschlagen von seiner Tochter Laura, die die 4-Stundenmarke nur um 2 1/2 Minuten verpasste, 29. unter 141 Teilnehmerinnen. Beim Sprint-Triathlon in Zell am See, 350m Schwimmen/20 km Radfahren/5km Laufen, am 29.7. benötigte Paul 1:16:29 Std. In der AK M55-59 kamen alle 5 Teilnehmer innerhalb von 10 Minuten ins Ziel. Paul verfehlte dabei das Treppchen nur knapp und hatte auf Platz 2 nur 1,5 Minuten Abstand. Für Alfons war es leichter, aufs Treppchen zu kommen - es gab nur 3 Teilnehmer in der AK M60-64. Da er der Älteste war, ist es keine Schande Dritter geworden zu sein. 1:36:52 Std. brauchte er bis ins Ziel.

Natürlich ist die Marathon-Saison weiterhin im Gange: Am 23.7. fand wieder der Füssener Romantik-Marathon statt. Bei seiner 17. Auflage war Thomas "Taffy" Tafertshofer von uns dabei und machte den Lauffreunden alle Ehre. Mit 3:41:33 Std erreichte er eine persönliche Bestzeit und Platz 22 in AK50. Zum Tagessieger hatte er nur etwas mehr als eine Stunde Rückstand :-). Unter den 460 Teilnehmern belegte er den 113. Platz und, vielleicht auch bemerkenswert, nur 6 Läuferinnen waren schneller als er. Da hat sich das Training wirklich ausgezahlt.

Beim Halbmarathon in Hall-Wallas Mitte Mai war "Jean-Luc" Halas am Start. Die Streckelänge entsprach nicht genau den Anforderungen, die Läufer mussten ca. 800m mehr zurücklegen. Dazu gab es ein paar kurze Anstiege und viele Ecken. Mit einem km-Schnitt von 5:54 benötigte Halas 2:09:20 für die 21,9 km und belegte damit den 43. Platz von 57 in der M30-39 (wobei er schon bedenklich nahe am Ende der Altersspanne liegt), Gesamt 187. von 275 Finishern.

Rennsteig-Supermarathon

Der Wunsch bei diesem besonderen Lauf einmal dabei zu sein, bestand schon seit langem, genauer gesagt seit 6 Jahren, als mir ein Prospekt für die 40. Auflage des Rennsteig-Laufs in die Hände fiel. Aber es bedarf schon einiger Überwindung, 73,5km und 1867 Höhenmeter anzugehen. Im Herbst haben Bernd und ich uns dann voller Elan angemeldet - und alle Lauffreunde haben uns sofort für verrückt erklärt. Dann kam auch noch Bernds Skiunfall und das Projekt Rennsteig schien für dieses Jahr geplatzt zu sein. Doch Woche für Woche ging es besser, so dass uns schließlich die letzten Vorbereitungsläufe auf den Hohen Peißenberg zuversichtlich stimmten. Und am Freitag, den 19. Mai, fuhren wir los Richtung Eisenach. Die Wartburgstadt ist der Ausgangspunkt für den so genannten Supermarathon (es gibt auch einen klassischen Marathon und einen Halbmarathon sowie eine Nordic Walking Wanderung, die jeweils an anderen Orten starten). Während Eisenach auf 215m über dem Meeresspiegel liegt, weist der gemeinsame Zielort Schmiedefeld beachtliche 711m aus. Dazwischen liegen allerdings einige Berge, die auf dem langen Weg durch den Thüringer Wald überwunden werden müssen; der Große Beerberg bei km 62 ist mit 974m die höchste Erhebung.

Los ging es ungewöhnlich früh: Am Samstagmorgen um 6:00 Uhr machten sich über 2000 Teilnehmer auf den Weg von Eisenach nach Schmiedefeld.
Bis zum Großen Inselberg bei km 25 ging es gefühlt nur bergauf.  Nach ziemlich genau 3 Stunden hatten wir diesen ersten Gipfel mit über 900m erreicht. Die nächsten 15km waren ein ständiges Auf und Ab und ließen sich gut bewältigen. Da wir uns der noch kommenden Anstrengungen sehr bewusst waren, liefen wir auf dieser Passage deutlich langsamer als bei einem Stadtmarathon und nutzten jeden Anstieg zur Erholung mit "Gehpausen". An den Verpflegungsstationen stärkten wir uns mit Haferschleim, Schmalzbroten, Zitronen, Bananen und anderen Köstlichkeiten, die die zahlreichen Helfer bereit hielten. Das nächste Zwischenziel war das Wintersportzentrum Oberhof bei km 54, das wir nach 6:37 Stunden erreichten. Dort gab es die Möglichkeit auszusteigen und trotzdem in eine Ultramarathon-Wertung zu kommen. Aber wir waren uns sofort einig, die letzten knapp 20km anzugehen.
Der Beerberg lag zwar noch vor uns, aber danach sollte die Strecke fast durchgehend nur noch bergab nach Schmiedefeld führen.

 Nach 9 Stunden, 8 Minuten und 13 Sekunden liefen wir zeitgleich über die Ziellinie. In der Gesamtwertung kamen wir damit auf die Plätze 1118 und 1119 von 1650 männlichen Teilnehmern, die das Ziel erreichten. In der AK M60 (Klaus) bedeutete dies Platz 45, in der M55 (Bernd) allerdings "nur" Platz 136. Nebenbei bemerkt, fast 400 Frauen beendeten den Supermarathon. Hatten wir uns Ziele gesetzt? Zuallererst einmal ankommen, wenn möglich unter 10 Stunden. Einen Schnitt von 8 km/h oder 7:30min/km zu halten war die nächste Marke, die wir auch unterboten. Um unter der 9-Stundengrenze zu bleiben, wäre ein Schnitt von 7:20min/km notwendig gewesen. Dies schafften wir aber nur bis zur Hälfte der Strecke.

Im Ziel durften wir unsere Goldmedaille in Empfang nehmen, ehe wir frisch geduscht, das Finisher T-Shirt stolz tragend, im großen Festzelt das redlich verdiente Schwarzbier und Thüringer Rostbratwurst genossen. Trotz der Größe der Veranstaltung hatte der Rennsteiglauf auch nach 45 Jahren immer noch familiären Charakter. Viele Läufer waren "Wiederholungstäter", die Stimmung im Festzelt war entsprechend. Wiederkommen ist auch für uns eine Option; aber ob wir uns nochmals auf die Ultramarathon-Strecke wagen, ist im Moment eher unwahrscheinlich. Dann schon eher den Marathon laufen.